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Umsetzung der BA/MA-Studienreform

In Deutschland wurden bis 2010 die international anerkannten Hochschulgrade Bachelor und Master flächendeckend eingeführt. Mit der Umstellung auf die gestufte Studienstruktur ist eine umfassende organisatorische und inhaltliche Reform der Studiengänge verbunden: das Studium soll dadurch straffer, kürzer und übersichtlicher gestaltet werden.
Mit dem zweistufigen Bachelor/Master-System wurden nicht nur die bestehenden Diplom- und Masterstudiengänge ersetzt, sondern auch zahlreiche neue BA- und MA-Studiengänge eingerichtet.

 

Die zweistufige Studienstruktur ermöglicht ein differenzierteres Ausbildungsangebot, das Studierende und auch Berufstätige flexibel nutzen können. Mit dieser Reform soll vor allem auch ein Wechsel des Studienortes erleichtert werden, da durch die Strukturierung der Studiengänge (Module, studienbegleitende Prüfungen, Leistungspunkte) die Studiengänge, Studieninhalte und -leistungen an verschiedenen Hochschulen besser vergleichbar werden. Man erhofft sich dadurch auch weniger Studienabbrecher und für die Absolventen noch bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Die Umstellung auf die gestufte Bachelor-/Master-Struktur - der sogenannte „Bologna-Prozess“ - wurde zeitweise von kritischen Diskussionen begleitet mit Blick auf die „Studierbarkeit“ der neuen Studiengänge (Stoffmenge, hohe Prüfungsdichte etc.). Nach einem „Bologna-Kongress“ des Wissenschaftsministeriums im März 2010 fanden Workshops zur Umsetzung der Bologna-Reform im Land statt. Die Ergebnisse legten Ministerium und Universitäten im April 2011 vor.

 

Zu den erreichten Verbesserungen wurde in dem Memorandum festgestellt, meist sei die Prüfungsbelastung reduziert und die zeitliche Abfolge der Prüfungen mehr an die Bedürfnisse der Studierenden angepasst worden. Die Universitäten hätten die einzelnen Lehreinheiten (Module) in den Studiengängen vergrößert, auch habe sich dadurch die Zahl der Prüfungen verringert. Um die Mobilität der Studierenden zu erhöhen, regelten Vorgaben in den Studienordnungen nun „Mobilitätsfenster“ (für den Wechsel des Studienortes) und Möglichkeiten der Anrechnung von erbrachten Studienleistungen beim Studienortwechsel. 

 

Der Erfolg der Bologna-Reform wird durch Studien belegt. Die AG Hochschulforschung der Universität Konstanz hat ermittelt, dass der Zeitaufwand für die Studierenden im gestuften Studiensystem nicht gestiegen sei. Auch die Studienqualität sei stabil geblieben, das Niveau der Bachelor-Studiengänge liege entsprechend hoch. Eine Studie der Universität Kassel ergab, dass Bachelorabsolventen von Universitäten und Fachhochschulen nach durchschnittlich 2,9 Monaten Suchdauer eine Anstellung fänden. Nur zwei Prozent der Universitäts-Bachelors und vier Prozent der Fachhochschul-Bachelors seien arbeitslos gemeldet.

 

Das Memorandum ist hier abrufbar.